Warum sollte man sein Geld in Anlagemünzen „tauschen“ ? Grundsätzlich ist dies nichts anderes, als jede andere Geldanlage auch. Man investiert mit der Vermutung, das gekaufte Objekt gewinnt an Wert oder gleicht zumindest den inflationsbedingten Wertverlust des Papiergeldes aus. Das die Anlage in Sparbücher mittlerweile inflationsbereinigt ein Verlustgeschäft ist, sollte sich herumgesprochen haben und auch der beste Anbieter von Tagesgeldkonten gleicht kaum noch die Inflationsrate aus. Alternativen sind also gefragt.

Die Zeiten, als Opa für den Enkel eine Bundesanleihe zum ersten Geburtstag spendiert hat, gehören auch der Vergangenheit an. Eine deutsche Bundesanleihe rentiert unterhalb der Inflationsrate und Anleihen mit höherer Rendite, wie zum Beispiel die griechischen, sind eher etwas für hartgesottene Optimisten.

Grundsätzlich ist die Investition in etwas reales, in Immobilien oder zum Beispiel Rohstoffe schon immer eine gute Alternative. Hier muss man allerdings folgendes in Betracht ziehen. Als reine Geldanlage ist ein Häuschen eine ziemlich voluminöse Investition. Außerdem verursacht so eine Immobilie auch Kosten. Dieses Problem zumindest in Hinsicht auf die Stückelung löst ein offener Immobilienfonds. Ebenso kann man Rohstoffe per Verbriefung erwerben. Statt also den Keller voller Rohöl zu haben bietet sich ein Rohstofffonds, ein ETF, für die Risikofreudigeren auch ein Hebelzertifikat an. Allen gemein ist, dass der Herausgeber des Papiers auch dafür haftet. In der Realität bedeutet dies, dass er in Konkurs gehen kann und das verbriefte Geld weg ist.

Ihre Silbermünzen hingegen schlummern friedlich und ohne Kosten zu verursachen in Ihrem Schließfach – oder auch unter dem Kopfkissen. Man kann sie in überschaubaren Stückelungen an- oder verkaufen und sie gelten meist sogar als offizielles Zahlungsmittel. Die Wertentwicklung von Edelmetallen in den letzten Jahren spricht für sich.